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Backofen im Grill

Grillen mit dem Pizzastein, besser als im Backofen. Nicht nur die Pizza kann auf dem Grill zubereitet werden

Foto: hicheese - Fotolia.com
Grillen mit dem Pizzastein

Ein Pizzastein eignet sich außerordentlich gut zum Einsatz im Grill. Im Sommer kann man mit einem Pizzastein und einem Grill nicht nur die gewöhnlichen Würstchen und Steaks, sondern auch Pizza zaubern. Der Grill eignet sich in vielen Fällen besser als ein herkömmlicher Backofen, weil eine höhere Temperatur erzeugt werden kann. Eine höhere Backtemperatur bedeutet, dass die Pizza belagschonender gebacken werden kann. Darüber hinaus entwickeln sich die charakteristischen Röstaromen am Pizzateig, die beim Backen im Küchenofen oftmals verloren gehen. Normalerweise erreicht man ein solches Aroma nur in einem echten Steinbackofen.

Es muss jedoch einiges beachtet werden, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. der Grill sollte mit einem Deckel versehen sein. Solche Grills werden als Kugelgrill bezeichnet. Der Deckel sorgt dafür, dass die Hitze reflektiert wird, sodass die Pizza auch von oben und nicht nur von unten gebacken wird. Letzten Endes ist es jedoch egal, ob man sich für einen Kugelgrill oder eine Holzkohlebefeuerung entscheidet. Dies hängt immer von den eigenen Vorlieben ab. Holzkohle wird der Pizza einen rauchigen Geschmack beim Verbrennen verleihen, jedoch muss diese alle 30 Minuten nachgelegt werden, um die Temperatur konstant zu halten. Die Temperatur kann bei Gasgrills viel bequemer geregelt werden und außerdem muss man nicht andauernd Brennmaterial nachlegen. Beim Räuchergeschmack muss etwas nachgeholfen werden. Es könnten befeuchtete Buchenholzspäne in Alufolie hinzugegeben werden. Die Alufolie muss mit ein paar Löchern versehen werden. Mit diesem Trick wird automatisch der Geschmack von einem mit Buchenholz befeuerten Steinbackofen erzeugt. 

Der Pizzastein muss in der Regel 30 Minuten vor Grillbeginn auf den Grillrost gelegt werden. Gemeinsam mit dem Grill wir der dann aufgeheizt. Ein Thermometer am Grill ist eine wahre Hilfe, da dann die Backtemperatur besser bestimmt werden kann. Bestenfalls wird eine Temperatur von 350° C erzeugt. Die Pizza ist bei dieser Temperatur innerhalb von 3 oder 4 Minuten durchgegart. Wenn ein Kugelgrill mit großer Backfläche benutzt wird, kann auch problemlos ein eckiger Pizzastein untergebracht werden. Ansonsten gibt es auch runde Steine. Auf diese Weise wird die Fläche des Grillrosts bestens ausgenutzt. Es ist überaus wichtig, dass man dem Pizzastein noch etwa 3 cm Luft zum Rand lässt, damit die Luft im Grill oszillieren kann und es zu keinem Hitzestau kommt.

Der Pizzastein kann direkt über die Glut gelegt werden, da er dann außerordentlich heiß wird und sehr schnell eine leckere Pizza fabriziert. Man muss jedoch aufpassen, dass der Pizzaboden nicht verkohlt. Das Backverhalten sollte daher zunächst überprüft werden. Wenn der Pizzastein indirekt benutzt wird, dann dauert das Backen länger, die Gefahr, dass die Pizza anbrennt reduziert sich dafür signifikant.

Normalerweise sollte an einem Pizzastein nichts anbrennen, wenn dieser anständig vorgeheizt wird. Der Pizzateig backt dann schnell eine dünne Kruste, wodurch nichts mehr mit dem Stein verbunden ist. Wenn dann doch mal Essensreste am Pizzastein haften, dann sollten diese schnell entfernt werden. Irgendwann werden sie nämlich verbrennen, wodurch sich ein unangenehmer Rauch entwickelt. Mit einem Schaber kann ein Pizzastein jedoch sehr gut sauber gehalten werden.

Pizzasteine sind sowohl im Internet als auch im Ofengeschäft bzw. Baumarkt erhältlich. Der Stein sollte beidseitig verwendbar sein. Besonders gut eignen sich immer Pizzasteine mit einer feinen Schamottkrönung. Besonders günstigen Angebote wurde meistens minderwertiger Sand beigemischt, was sich negativ auf das Backverhalten auswirkt. Nichtsdestotrotz muss kein Vermögen für einen Pizzastein ausgegeben werden. Gute Steine sind schon zu sehr moderaten Preisen erhältlich.