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Mit dem Grillrad bzw. Barbecuerad zum Picknick

Ob es das Grillrad jemals gegeben hat darf bezweifelt werden, aber möglich wäre es, wie das Experiment zeigt

Foto: Grillportal-Team
Grillrad

Die Idee entstand bei einem Besuch im Fahrradmuseum des waffenradl.at in Österreich. Ich schaute mir dort einige alte restaurierte Waffenräder an und erfuhr, dass es in früheren Zeiten ein Feuerwehrrrad, ein Bäckerrad und bis vor kurzem in Österreich auch das Postrad gegeben hat. Also Fahrräder, welche für einen speziellen Einsatzzweck umgebaut wurden.
Daher dauerte es nicht sehr lange, bis im Gespräch die Idee des Grillrads geboren war. Vor allem viele Aufbewahrungsmöglichkeiten bräuchte so ein Fahrrad, denn es muss ja nicht nur der Grill, sondern auch das Brennmaterial, die zu grillenden Produkte und nicht zu vergessen die Getränke transportiert werden. Aber wohin soll das alles eigentlich transportiert werden, fragten wir uns. Grillen tut man nämlich vorwiegend im eigenen Garten und der ist in der Regel nicht so groß, dass dazu ein Fahrrad nötig wäre.
Aber bei einem Picknick, der immerhin vor einiger Zeit in Mode war, könnte man mit dem Fahrrad unterwegs sein, so der berechtigte Einwand. Daher wurde weiterphilosophiert: Platz für eine Kühltasche müsste sein und eine Decke für das Picknick ist von Nöten. Ja und Teller, Besteck, Grillzange, Messer, und dergleichen braucht man auch. Wir glaubten die Idee bereits als gescheitert, aber der Betreiber des Waffenradl-Museums lies nicht locker. Das wäre machbar, meinte er und verfiel ins Grübeln…

Kurz gesagt, es war ein netter Abend und wir haben die Sache wieder vergessen, als nach einigen Wochen der Anruf kam. Roli (so heißt der Betreiber des Waffenradl.at-Museums) war bereit für seine erste Ausfahrt mit dem Grillrad oder Barbecuerad, lies er uns wissen. Wenn wir noch daran Interesse hätten, so sollten wir uns einfinden, um uns die Sache selber anzusehen. Na, das ließen wir uns nicht zweimal sagen. Fotoapparat eingepackt und wir machten uns auf den Weg, neugierig, was da auf uns zukommen sollte.

Tatsächlich, Roli hatte es geschafft, alle für ein Pickinick benötigten Sachen auf ein Fahrrad zu packen, mit dem er tatsächlich auch noch fahren konnte. Grill, Grillbriketts, Geschirr, Getränke, Essen, selbst an eine Flasche Wein hatte er gedacht. Wir staunten nicht schlecht, als er zum Beweis die Picknickdecke ausbreitete und den Grill aufbaute. Es sah sogar gemütlich aus. Und als Tüpfelchen auf „i“ fanden wir die Präsentation des Stiegl Fahrrads, welches für so ein Picknick das geeignete Begleitfahrzeug wäre, wie uns Roli durchaus glaubhaft versichern konnte.
Ob das in der Vergangenheit jemals einer so gemacht hat, darf bezweifelt werden. Es wurde aber bewiesen, dass es möglich gewesen wäre und noch immer ist. Wer sich also eine Radtour mit diesem Gewicht antun möchte, der sei herzlich eingeladen, das auch zu versuchen. Die Räder können im waffenradl-Museum ausgeborgt werden.