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Grillunfall, ein Zwischenfall beim Grillen

Immer wieder kommt es in der Saison zu einem Grillunfall, einem Zwischenfall beim Grillen weil nicht auf die Sicherheit geachtet wird

Foto: dondoc-foto - Fotolia.com
Grillunfall

Jedes Jahr kommt es in der Grillsaison zu Zwischenfällen. Wenn etwa die Kohle nicht schnell genug zündet und flüssiger Anzünder nach gegossen wird, kann es schnell zu einem Grillunfall kommen. Auch wenn ungeeignete Flüssigkeiten wie Spiritus oder gar Benzin verwendet werden, sind teils schwerste Verbrennungen zu beklagen. Der Grund dafür ist die Tatsache, dass Kohle einmal angezündet, sehr schnell große Hitze erzeugt. Wenn also der Grill an einer Stelle schon glüht, wird durch die so vorhandene Hitze hinzu gefügter Flüssiganzünder schlagartig entflammt. Bei leicht flüchtigen Anzündern wie Spiritus oder Benzin, entzünden sich auch die Dämpfe schlagartig, es kommt zur Stichflamme.

Bei sehr fettigem Grillgut sollte mit einer Fettfangschale oder Alu-Folie gearbeitet werden. Wenn Fett auf die Glut tropft, erzeugt dies eine unter Umständen überraschend große Stichflamme. Verbrennungen an Händen und Gesicht drohen dann. 

Dass die Grillschale, also das Becken für die glühenden Kohlen heiß ist, wissen Erwachsene, doch Kinder denken unter Umständen nicht daran. Achten Sie also darauf, dass spielende Kinder nicht versehentlich an den Grill fassen oder ihn gar umstoßen können. In der Nähe eines Grills sollte auch im Hochsommer auf geschlossene Schuhe mit festen Sohlen nicht verzichtet werden. Schon kleine herabgefallene Kohlestückchen können unter den Fußsohlen schwerste Brandverletzungen verursachen.

Auf gute Belüftung achten

Nicht alle Grillpartys finden im Freien statt. Wenn mit Holzkohle gegrillt wird, muss unbedingt auf gute Belüftung geachtet werden. Bei der Verbrennung von Holzkohle entsteht Kohlenmonoxid, ein geruchloses aber hochgiftiges Gas. Eine Kohlenmonoxidvergiftung zeigt sich meist recht unspektakulär, durch Kopfschmerzen und Benommenheit. Wenn es zur Ohnmacht kommt und das Gas weiter eingeatmet wird, geht ein solcher Grillunfall schnell tödlich aus. Daher sollte in Partyzelten oder auf Balkons eher einem Elektrogrill der Vorzug gegeben werden.

Jeder Grill muss immer standfest aufgebaut sein. Bei Elektrogrills sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass er für die Benutzung im Freien geeignet ist. Wenn ein Grill nur für Innenräume gedacht ist, ist die Isolation des Kabels nicht wasserfest. Wenn man im Freien grillt, kann man immer von einem Regenguss überrascht werden, was bei unzureichender Isolation zu einem Stromunfall führen kann.

Der Holzkohlegrill sollte nach Beendigung des Grillabends entweder standsicher ausglühen können oder, idealerweise, gelöscht werden. Achten Sie bitte darauf, das der Grill abgekühlt ist, ehe Sie in wegräumen. Der häufigste Grillunfall ist die Verbrennung, auf Grund der enormen Hitze meist schwereren Grades.

Wenn die entsprechende Sorgfalt gewahrt wird, steht einem heiteren Grillabend ohne Unfälle nichts im Wege.