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Fleisch klopfen

Fleisch klopfen oder nicht klopfen ist die oft gestellte Frage: Wir werden diese Frage hier beantworten und erklären, wie man Fleisch anders weich bekommt

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Fleisch klopfen

Fleisch kann man doch einfach weichklopfen. Diese Idee ist nicht neu, funktioniert es doch auch beim Wiener Schnitzel und selbst die Hunnen und auch die Cowboys haben Ihr Fleisch unterm Sattel mürbe geritten. Für diesen Zweck gibt es sogar Vorichtungen mit Nadeln, sogenannte Steaker, die durch das Aufbrechen der Muskelfasern das Fleisch weicher machen sollen. Wir raten allerdings davon ab, da durch diese mechanische Einwirkung die Struktur des Fleisches zerstört wird und das Fleisch dadurch äußerst trocken wird. Ein oft angewendeter Vorgang ist auch das sogenannte "Poltern", bei dem das Fleisch durch Kneten weich gemacht wird. Oder das Einspritzen von Enzymen, die das Eiweiß im Fleisch aufspalten. Hier können Sie die erstaunlichsten Effekte erzielen.

Dies funktioniert gut mit frischen Früchten, wie Kiwi, Ananas, aber auch mit Ingwer oder Limetten. Bedenken Sie jedoch, dass Sie auf diese Weise auch den Geschmack in das Fleisch bekommen und das muss man mögen. Für alle anderen empfehlen wir statt Klopfen von Fleisch lieber gereiftes Fleisch zu verwenden. Fragen Sie hier den Fleischhauer Ihres Vertrauens, er wird Sie diesbezüglich sicher gut beraten und Ihnen gut gereifte Fleischstücke empfehlen können. Wenn Sie sich aber mit so einer Frage gar nicht erst beschäftigen wollen, dann können Sie auch Steaks kaufen, die qualitativ so hochwertig sind, dass es einer Behandlung gar nicht erst bedarf.

Zusammenfassend kann man sagen: Fleisch sollte nie geklopft werden, höchstens etwas plattiert, damit es flach aufliegt. Auch der Steaker sollte für Ihr Steak tabu sein. Falls Ihr Fleischhauer Ihnen so etwas empfiehlt, dann wechseln Sie den Fleischhauer. Kaufen Sie lieber gereiftes Fleisch, das wird mit Sicherheit weich sein.