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Rotisserie, Grillen mit dem Spieß

Rotisserie heißt Grillen am Grillspieß im englischen Sprachraum, aber auch spezialisierte Restaurants werden so genannt.

Foto: kab-vision - Fotolia.com
Rotisserie

Im englischen Sprachraum wird das Grillen am Spieß als Rotisserie bezeichnet. Es werden aber auch auf Spießbraten spezialisierte Restaurants als Rotisserie bezeichnet. Das Fleisch wird auf einem langen massiven Stab aufgespießt und über einer Wärmestelle aufgehangen oder aber im Ofen geröstet. Die Methode wird in aller Regel für die Zubereitung von ganzen Fleischstücken, wie Truthähnen, Ziegen und Schweinen eingesetzt. Durch die Rotation wird das Fleisch gleichmäßig im eigenen Saft gekocht.

Der Spieß war bereits im Mittelalter ein bevorzugter Weg, Fleisch zuzubereiten. Das Wort Rotisserie stammt eigentlich auf dem Französischen, wo es erstmals in Pariser Geschäften im Jahr 1450 genutzt wurde. Auch Restaurants wurden häufig so bezeichnet.

Horizontale Rotisserie

Bei dieser Art wird der Spieß horizontal ausgerichtet sein. Vor allem, wenn ganze Hühner oder Braten diverser Fleischsorten zubereitet werden sollen, kommt diese Variante zum Einsatz. In industriellen Öfen werden oft mehrere Spieße in einem großen Ofen angebracht. Diese werden vornehmlich verwendet, um viel Fleisch in kurzer Zeit zu verarbeiten. Oftmals sieht man aber auch Drehspieße. Der Antriebsmechanismus ist normalerweise im Ofen versteckt. Die Drehzahl hängt immer ganz von der Art des Fleisches und der Nähe der Wärmequelle ab. Wenn ganze Tiere am Spieß gebraten werden, kann generell gesagt werden, dass eine schnellere Drehzahl zunächst besser ist, sodass die innerste Stelle erwärmt wird, ohne dass die äußeren Stellen verbrennen. Sobald sich eine Kruste gebildet hat, kann die Rate der Drehungen ein wenig verringert werden. Somit werden sich Säfte bilden, sodass der Geschmack optimiert wird. Bei der horizontalen Methode ist es außerdem wichtig, dass der Braten sich weiter von der Wärmequelle weg befindet. Später kann der Braten dann etwas näher angebracht werden.

Vertikale Rotisserie

Auch die vertikale Methode der Rotisserie kommt häufig zum Einsatz. Hierbei wird die Wärme direkt von der Seite kommen. Die Balance der Last ist hierbei nicht so wichtig wie bei der horizontalen Rotisserie. Bekannt wird einem jeden diese Variante aus der Döner-Bude sein. Döner wird immer auf einem vertikalen Drehspieß zubereitet.

Rotisserie Chicken

Eine besonders knusprige Haut kann beim Hähnchen am einfachsten mit der Rotisserie erzeugt werden. Man muss jedoch ein paar Tricks beherrschen, um ein ideales Ergebnis zu kreieren. Weil das Hähnchen konstant von dem Fett, das während dem Drehprozess austritt, umspült wird, kann die Haut eigentlich nicht richtig kross werden. Das Fett muss also von der Haut runter. Nach etwa 45 Minuten sollte die Rotisserie also mit der Brustseite nach oben zeigend ausgeschaltet werden. Es kann nun noch etwa eine Stunde dauern, bis die Haut richtig knusprig ist. Damit das Hähnchen nicht zu trocken wird, sollte eine der folgenden Methoden angewandt werden:

  • 1 Tag in Buttermilch marinieren
  • 1 Tag Brinen vor dem Grillen
  • Stopfen des Hähnchens mit frischen Kräutern oder feuchtem Obst oder Gemüse
  • Eine Injektion in die Brustteile spritzen
  • ein richtig gutes Hähnchen kaufen anstatt Billigware


Von außen sollte das Hähnchen mit Salz eingerieben werden. Es könnte mit Liebstöckel gestopft werden, was den Geschmack deutlich verbessern wird. Beine und Flügel können mit einem Metzgergarn festgezogen werden. Nach einem 45-minütigem Grillvorgang sollte eine Gewürzmischung mit ein wenig Öl verrührt und das Hähnchen schwach damit bepinselt werden. Sobald sich das Hähnchen in "Knusperstellung" befindet, kann die Rotisserie abgeschaltet werden.