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Räuchern als Konservierung oder Lebensstil

Räuchern ist eine schon alte Methode Fleisch zu konservieren, lebt aber mit Barbecue und Smoker wieder auf.

Foto: pepe - Fotolia.com
Selchkammer

Ob Räuchern, oder auch Selchen, zu den ältesten Konservierungsmethoden der Menschheit gehört, ist nicht ganz sicher. Weitere Möglichkeiten wären noch die Lufttrocknung oder auch das Einfrieren. Zumindest in der kalten Jahreszeit.

Wann genau die Menschen anfingen ihre Lebensmittel durch räuchern haltbar zu machen, liegt im Dunkel der Geschichte. Vermutlich wurde das Räuchern eher aus Versehen entdeckt. Eine Theorie ist die Folgende.

Der Schornstein fand erst im 11. und 12. Jahrhundert Verbreitung. Davor hatten die Häuser eine offene Feuerstelle im Haus. Der Rauch zog praktischer Weise durch eine Öffnung im Dach ab. Da es in diesem Häusern viele Lebensmittelschädlinge wie Raten und Mäuse gab, war es normal, dass die Lebensmittel an den Dachsparren außerhalb der Reichweite der ungeliebten Plagegeister aufgehängt wurden. Dabei wurde dann irgendwann festgestellt, dass die Waren die längere Zeit dem Rauch ausgesetzt waren, viel länger haltbar blieben und auch besser schmeckten, als nur getrocknet.

Haltbarmachung durch Lufttrocknen

Lufttrocknen, die Alternative zum Räuchern

Nicht nur durch Räuchern, auch durch Lufttrocknung oder Einlegen in Asche kann Fleisch haltbar gemacht werden.

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Räuchern am Grill

Räuchern im Wok oder am Grill

Wer sein Grillgut gerne Räuchern möchte, kann das bereits mit einem Kugelgrill oder einm Wok durchführen

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Kräuter zum Räuchern

Räuchern mit Kräutern, bzw. Einsalzen oder Einpökeln

Einsalzen oder Einpökeln vor dem Räuchern hilft das Fleisch haltbar zu machen, Kräuter es zu würzen.

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Räuchern als Ausdruck des Lebensstils

Was damals dem direkten Lebenserhalt diente, hat sich im Laufe der Zeit zu einer wahren Meisterschaft entwickelt. Es werden sogar Wettkämpfe im Räuchern ausgetragen. Dennoch ist Räuchern so simpel, dass man die Grundlagen in sehr kurzer Zeit erlernen kann. Zudem ist ein einfacher Räucherofen sehr schnell selbst gebaut. Zum Beispiel indem man einen Kugelgrill umfunktioniert oder man kauft für kleines Geld einen fertigen aus dem Baumarkt. Wer handwerklich begabt ist, kann sich auch einen professionellen Räucherofen, zum Beispiel im Garten, selbst bauen.
In den letzten Jahren wurde räuchern immer beliebter. Es gibt inzwischen eine große Anzahl von Menschen, die laden nicht mehr zum Grill- sondern zum Räucherabend ein. Der Aufwand bleibt am Ende in etwa gleich und es ist mal was anderes.

Inzwischen gibt es viele Fachgeschäfte und Online-Shops, die alles in ihrem Warenbestand haben, was zum Räuchern nötig ist. Dies beginnt mit einer Auswahl verschiedener Räucheröfen und endet mit Kräutern und Räuchermitteln, beziehungsweise dem richtigen Holz. Wobei beim Räuchern ausschließlich Hartholz zum Einsatz kommt.