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Welches Land grillt am meisten?

Grillen ist die urtümlichste Zubereitung von Nahrung weltweit. Fast überall auf unserer Erde wird auf irgendeine Weise gegrilt

Grillen ist die wohl urtümlichste Form der Nahrungszubereitung. Über offenem Feuer werden alle Arten von Nahrungsmitteln gegart und schmackhaft zubereitet. Vermutlich ist es auch eine der ältesten Formen der Lebensmittelverarbeitung, denn seit der Entdeckung des Feuers, grillen weltweit die Menschen in geselligen Gruppen.

An so manchem Sommerabend duftet die Luft appetitlich nach Grillgut aller Art. Für viele Menschen ist dieser Duft einer der wichtigsten mit dem Sommer verknüpften Eindrücke. Der erste und der letzte Grillabend ist für die Fans und Freunde dieser Garmethode ein besonderes Ereignis, dass oft mit einer Party gefeiert wird. Weltweit werden Meisterschaften ausgetragen und jeder Fernsehkoch, der etwas auf sich hält, zeigt mindestens eine Sendung übers Grillen im Jahr.

Grillen weltweit – von rustikal bis nobel

Ob nun im Schrebergarten die Würste und Steaks auf den Rost kommen oder ob im Nobelressort eine abendlich Strandparty mit gegrillten Gerichten stattfindet, gegrillt wird in allen Gesellschaftsschichten und in jedem Alter. Sicher kennen Sie den Stolz in den Augen des kleinen Jungen, wenn er dem Vater helfen darf den Grill aufzubauen und die Kohle zu entfachen. Sorgfältig wird geschichtet und gewacht, bis die richtige Glut erreicht ist. Viele Männer sind schwer an den Herd zu bringen, am Grill stehen sie jedoch bei jeder Gelegenheit sofort. Vermutlich hat das mit dem sinnlichen und urtümlichen Zubereiten des Essens zu tun.

Es findet sich keineswegs nur Fleisch oder Fisch beim Grillen weltweit, auch appetitliche Speisen aus eingelegtem oder gefülltem Gemüse finden sich. Vor allem in den mediterranen Ländern spielen Avocado, Paprika und Co auf dem Grill eine herausragende Rolle.

Da nahezu jedes Land der Erde Grillrezepte kennt, kann die Idee einen internationalen Grillabend zu veranstalten Freunde und Gäste begeistern. So können auch exotische Fleisch- und Gemüsesorten auf der heißen Glut zubereitet werden. Etwa ein mediterraner Grillabend, mit Fisch- und Gemüsegerichten, in Kräuterölen marinierten Fleischspeisen und frischem Brot und Salaten wird immer als gelungen empfunden. Es kann eine schöne Einstimmung auf den Urlaub sein.

Rückkehrer aus einem Urlaub könnten das Zeigen der Urlaubsfotos in einen landestypischen Grillabend einbinden. So werden die Urlaubserlebnisse noch einmal für alle Sinne greifbar. Doch auch das Wintergrillen, eine Inspiration aus den USA vermutlich, dort wird das ganze Jahr gegrillt, erfreut sich in unseren Breiten immer größerer Beliebtheit. Wenn Sie einen Grill mit Haube haben, gelingen Ihre Speisen auch bei klirrender Kälte draußen und Sie können einen Hauch Sommerabend in die Winternacht zaubern.

Grillen in Russland

Russisch Grillen: Trotz der tiefen Temperaturen, oder vielleicht gerade deswegen, wird auch in Russland gerne und gut gegrillt

Minus 22 Grad in Russland und das Russisch Grillen macht großen Spaß. So wie hier auf dem Foto, das ein Eisspeed Rennen im Hintergrund zeigt. Dazu werden die Reifen mit 22mm langen Spikes bestückt, damit sie sich auf dem Eis fortbewegen können. Zu der großen Kälte gesellt sich der rauhe Wind, aber mit dem "Schornstein Grill" = russischer Mangal wird dem Wetter getrotzt. Im Schornstein werden Bretter, Palettenbalken udgl. verbrannt. Wenn das Holz zur Glut verbrannt ist, wird die Glut zu Seite geschoben und los gehts. Jetzt kann man bereits das Grillgut darüber legen. Der "Kamin" wir weiter mit Brennholz versorgt, damit der Nachschub an Glut nicht zu Ende geht. Die auf dem Bild zu sehende Wasserflasche ist eines der wichtigsten Zubehörteile bei dieser Art des Grillens. Nicht wie Sie jetzt denken mögen, um den Durst zu stillen, dafür ist schließlich Wodka da, sondern um die Flammen am Griller so gering wie möglich zu halten.

Minus 17 Grad, den Schnee kurz etwas zur Seite gekratzt, einige Backsteine übereinander gelegt, dazwischen mit dem Birkenholz Feuer gemacht und dann die Würstchen oder das marinierte Fleisch in den Grillrost gespannt. Unter öfterem Wenden wird das Fleisch langsam gar gegrillt.
Oft wird auch mit alten Brettern von Paletten das Feuer entfacht. Ein Eisengestell darüber gestellt und die Würstchen, bzw das mit Mayonaise marinierte Schweinekotelett (Karee) auf die Spieße geschoben und über die Glut gelegt. Die Spieße sind flach und haben am Griffende jeweils um 45 Grad gewendete Rillen, das erlaubt, das man das Grillgut langsam jeweils um 45 Grad wenden kann.

Grillen in Australien

Auf den folgenden Bildern können Sie einen Eindruck vom Grillen mittels Dutch Oven bekommen. Die Bilder wurden anläßlich des Country Muster in Boondomah/Queensland gemacht. Campoven cooking at Boondoomah Homestead:

Jedes Jahr am letzten April Wochenende ist in Boondomah/Queensland auf der Homestead das Country Muster. Im April 2007 waren bei dieser einzigartigen Veranstaltung über 800 Caravans da. Die Verpflegung wird jedes Jahr traditionsgemäß nur über Dutch oven gekocht/gegrillt. Das nebenstehende Bild zeigt das Grillen von Roast per Dutch Oven. Buddy schaut hier, ob der Roast schon fertig ist. Für den Roast werden große Rindfleischstücke langsam gegart und dann als Roast mit Brot gegessen. So ein Roast aus dem Dutch Oven schmeckt köstlich, wir können nur allen empfehlen, so etwas zu probieren, wenn einmal Gelegenheit dazu sein sollte. An anderen Tagen wurde in den gleichen Dutch Oven Stew gegrillt. Es muß nicht extra erwähnt werden, daß auch dieser eine Köstlichkeit für sich ist.

Natürlich darf bei einem australischen Grillevent der Kaffee und der Tee nicht fehlen. Die Australier wissen sich natürlcih auch hier auf Ihre Art zu helfen und kochen das Wasser für den Tee und den Kaffee in solchen Blechbüchsen, die über dem Feuer hängen, wie nebenstehendes Bild zeigt. 

In Australien wird sonst gerne mit dem Gasgrill gegrillt, da er in den heißen Sommermonaten einfach ungefährlicher ist, als ein offenes Feuer. Vor allem am Strand findet man nur mehr den Gasgrill, der von den örtlichen Rangern gewartet wird. Selbst muss man nur mehr das Grillfleisch, das Geschirr und die gute Laune mitbringen. In der Dürreperiode ist leider das Grillen oft verboten. Die Brandgefahr ist in dieser Zeit einfach zu groß.

Grillen in Italien

Die italienische Küche zählt zu den beliebtesten Europas, das wirkt sich natürlich auch auf das Grillen in Italien aus.

Die italienische Küche gehört zu den beliebtesten in Europa. Die Italiener sind sehr verbunden mit Familie und Freunden und so finden im Sommer auch viele Grillfeste statt. Fisch und Meeresfrüchte, sowie raffinierte, mit Kräutern marinierte Fleischgerichte, schmackhaftes Gemüse gehört zum Grillen in Italien. Auch Geflügel, eingelegt in Wein, pikant oder scharf ( al a diavola) werden zubereitet.

Als Saucen und Dips findet man oft verschiedene Pestos, dies sind Saucen auf Öl-Basis. Natürlich gehört warmes Brot, blank oder als Bruschetta ebenfalls dazu. Hier sind auch die Beilagen wie Salate oder Antipasti sehr wichtig. Je nach Region machen diese Beilagen mehr als die Hälfte der Speisen aus.

An der Küste und auf den Inseln wird alles gegrillt, was das Mittelmeer zu bieten hat. Die Regionalküchen sind in Italien sehr ausgeprägt. Es gibt Garnelenspieße, aber auch Fischgerichte, die in Folie mit Kräutermarinaden auf dem Grill gegart werden.

Mediterrane Leichtigkeit beim Grillen

Wenn Sie sich sommerlich-leichte Küche wünschen, sind Zutaten und Rezepte, die beim Grillen in Italien Verwendung finden, genau das Richtige. Die Speisen werden entweder bei sehr hoher Hitze gegrillt, so das Fett oder Öl kaum nötig sind, oder langsam gegart. Wenn Sie eine mediterrane Grillparty veranstalten möchten ist es sinnvoll, verschiedene Hitzezonen einzurichten. Dies erreichen Sie, indem Sie die Kohle nicht gleichmäßig verteilen, sondern sie an einer Stelle aufhäufen und an anderer etwas weniger schichten. In den „Kohle-Tälern“ haben Sie dann nur die passive Hitze, von den benachbarten Hügeln. Auch die Verwendung von Holzkohle in verschiedener Stückgröße, also etwa teils Briketts, teils ungeformte Kohlestücke, können hier helfen. In manchen Gegenden Italiens kommen auch Pinienzapfen in die Kohle. Auf diese Weise wird schon die Hitze aromatisiert. Ebenso werden des öfteren Kräuter wie Thymian oder Rosmarin auf die Kohle gegeben, wenn sie abzukühlen beginnt. Der aromatische Rauch räuchert Ihr Grillgut mild und hält, als angenehmen Nebeneffekt, Mücken und ähnliche Plagegeister ab. Grillen in Italien zaubert einen Hauch mediterrane Lebensfreude, ein Gefühl von Urlaub in Ihren Garten. Auch Gäste, die ein wenig auf ihre Figur achten müssen oder wollen, können hier zugreifen. Salate und die Zubereitungen mit Olivenöl und Kräuter machen diese Speisen nicht nur leicht sondern auch sehr gesund. Da in der mediterranen Küche Gemüse eine sehr große Rolle spielt, bieten sich hier auch raffinierte vegetarische Gerichte an. Marinieren Sie einfach verschiedene Gemüsesorten wie Auberginen oder Paprika und laden Sie Ihre Gäste ein, die eigenen Gemüsespieße zusammenzustellen. So bietet eine mediterrane Grillparty garantiert für jeden Gast das Richtige.

Grillen in der Türkei

Grillen in der Türkei bedeutet viel frisches Gemüse und Lammfleisch, das mit frisch gebackenen Brot gereicht wird.

Die Türkei ist das Land, in dem sich Orient und Okzident die Hand reichen. Da sehr viele Türken in das Abendland ausgewandert sind, haben sich auch die Küchen etwas vermischt. So ist etwa der Döner Kebab, die Erfindung eines Türken in Deutschland, inzwischen auch in den großen Städten der Türkei anzutreffen.

Grillen in der Türkei, das bedeutet viel frisches Gemüse, Lammfleisch, Rind und Fisch. Auch Geflügel wird gern und häufig gegrillt. Auch der für deutsche Gaumen etwas gewöhnungsbedürftige Hammel landet in der Türkei oft auf dem Grill. Landestypisch ist das Grillen ganzer, ausgenommener Tiere über offenem Feuer. Sicher kennen Sie den Hammelspieß aus dem Urlaub. Ebenfalls landestypisch ist bei solchen Grillabenden, dass frisch gebackenes Brot gereicht wird, welches in entsprechenden Formen auf der Glut ausgebacken wird.

Mediterrane Küche mit orientalischem Hauch

Die türkische Küche ist eine Komposition aus der heiteren und leichten mediterranen Küche, mit einem orientalischen Flair. Es wird viel mit Olivenöl und frischen Kräutern gearbeitet. Ein Klischee, dass Knoblauch exzessiv verwendet wird, findet sich in der Landesküche nicht bestätigt. Tatsächlich ist die typische Küche des Landes am Bosporus zum Teil sehr scharf und würzig. Wenn die Menschen grillen in der Türkei, ist das immer ein Ereignis für die ganze Familie. Es werden gefüllte Gemüse gereicht, oft mit Schafskäse oder frischem Quark zubereitet und das zu grillende Fleisch wird schon Tage vorher liebevoll gewürzt und eingelegt. Da die Türken sehr gastfreundlich sind, werden sehr viele Speisen angeboten und auch eine große Auswahl daran, denn es gilt als großer Faux Pas des Gastgebers, wenn ein Gast hungrig geht. Als gelungen gilt ein Abend, wenn reichlich Speisen übrig bleiben. So ist wohl auch zu erklären, dass die Zubereitung einfach und flexibel ist. Marinaden machen das Fleisch nicht nur würzig sondern auch haltbar und es kann am nächsten Tag noch einmal zubereitet werden. Zu einem türkischen Essen gehören natürlich auch die bekannten Nachspeisen wie Baklava, Helva (türkischer Honig) und eine gute Tasse Mokka nach dem Essen. Diese Nachspeisen machen grillen in der Türkei erst typisch. Sie finden Rezepte für diese Nachspeisen im Internet oder können sie fertig zubereitet im türkischen Supermarkt kaufen, ebenso wie den Mokka. Wenn Sie einen türkischen Grillabend veranstalten möchten, sollte auch eine Bauchtänzerin nicht fehlen. Diese uralte Tradition soll die Gäste nicht nur unterhalten, sie soll auch Glück bringen. Mit einem türkischen Grillabend können Sie Ihren Freunden die Fröhlichkeit und Gastfreundschaft Ihres Urlaubslandes näher bringen.

Grillen in Amerika

Wie grillt man in Amerika? Gibt es einen Unterschied zu der Grillmethode und den Speisen hier bei uns?

Aus der Landesküche der vereinigten Staaten von Amerika ist das Grillen nicht wegzudenken. Zu den großen Feiertagen, wie etwa dem Unabhängigkeitstag, werden große Barbecues, also Grillpartys veranstaltet und auch auch im Laufe des Jahres findet man jedes Wochenende viele Amerikaner am Grill.

Grillen in Amerika  ist jedes Mal ein Fest für Familie und Freunde. Die sozialen Bindungen sind gerade für die Amerikaner von sehr hohem Stellenwert und werden liebevoll und regelmäßig gepflegt. Jeder Gast bringt etwas mit, und oft ist schon das Vorbereiten des Grillnachmittags ein Familienereignis. Marinaden und selbst zubereitete Saucen sind oft ein gut gehütetes Familiengeheimnis, vor allem in den Südstaaten, der Heimat des Soul Food (Essen für die Seele) ist dies so.

Fester Bestandteil in der Gastronomie

In amerikanischen Städten findet man sehr viele Restaurants, die ausschließlich gegrillte Speisen anbieten. Sie sind etwa vergleichbar mit den Bistros und Imbissen, die wir aus Deutschland kennen. Da die US-Küche sehr fleischlastig ist, der durchschnittliche Amerikaner isst, statistisch gesehen etwa die doppelte Menge an Fleisch wie es im europäischen Durchschnitt üblich ist, liegt es nahe, das Grillen in Amerika einen dominanten Teil auch in der Gastronomie einnimmt.

Wenn man die US-Geschichte betrachtet, so nimmt dies nicht Wunder. Als die großen Einwanderungswellen begannen, zog es die Menschen in die Weiten Arizonas, New Mexicos und Kaliforniens, da hier Bodenschätze lockten. Der Goldrausch zog die Menschen in wüstenartige Gegenden oder in die Rocky Mountains. Das weite Land mit den riesigen Entfernungen machte den Warenaustausch vor Entstehung der Eisenbahnstrecken schwierig. Doch die üppige Fauna der Vereinigten Staaten stellte die Versorgung mit Fleisch überall sicher. So ist wohl anzunehmen, dass die ersten Siedler die Tradition Grillen in Amerika zumindest in erheblichem Maße mit begründet haben. Da die Amerikaner ihrer Tradition sehr verbunden sind,wird dies bis heute fortgesetzt. Schnell und wandlungsfähigGrillgerichte sind in aller Regel schnell zubereitet. Der aufwändigste Teil ist das Entzünden des Grills und die Wartezeit, bis die Glut die richtige Temperatur hat. Ein Grillmenü kann südstaatlich-raffiniert und pikant, kalifornisch-leicht, oder deftig und nahrhaft, wie man es in Colorado braucht, gestaltet werden. So ziemlich jedes Nahrungsmittel, dass heiß gegessen wird, kann auf dem Grill zubereitet werden. Ob man einen High-tech Grill mit Hitzezonen oder Strom- oder Gasbetrieb nimmt, oder, ganz in der Tradition der Siedler über dem Lagerfeuer am Holzspieß das Essen bereitet, bleibt jedem überlassen. Was niemals fehlen darf wenn die Menschen grillen in Amerika ist der traditionelle Nachtisch, die Marshmellows.

Grillen in Asien

Wie wird in Asien gegrillt? In Asien gehören Grillstätten und offene Küchen bereits zum Straßenbild.

In vielen asiatischen Städten gehören offene Grill- und Garküchen zum Straßenbild. Jeder, der schon einmal in Singapur oder Malaysia war, wird die verlockenden Düfte wohl nie vergessen. Grillen in Asien, das sind viele kleine Gerichte, die nach Belieben kombiniert werden können. Um den typischen Geschmack zu erzeugen, können Sie statt Holzkohle die in Asien mehr gebräuchlichen Holzchips verwenden. Diese ergeben eine gleichmäßige Glut und geben ihre Düfte und ätherischen Öle beim Grillen an das Grillgut ab. Bewährt haben sich Chips, also Holzspäne aus Apfelholz oder auch solche aus Kirschholz bewährt. Man findet sie in gut sortierten Bau- und Gartenmärkten. Achten Sie bitte auf die Körnung, damit die Späne auch zum Grillen geeignet sind. 

Die richtige Ausstattung

Die typischen Schalen und Löffel aus Porzellan finden Sie im Asiamarkt. Natürlich gehören auch exotische Getränke aus Kokosmilch oder Ananassaft dazu. Als Fruchtsnacks empfehlen sich die in Asien sehr beliebten Lychees. Auch Gemüsesorten wie Zitronengras, Bambussprossen und Bananenblätter (um das Grillgut darin zu garen) finden Sie in Asiamärkten.

Grillen in Asien bedeutet leichtes, frisches Essen. Verwendet werden: Geflügel, Fisch oder Fleisch. Die Stücke werden klein geschnitten und meist in Blättern oder Folie auf dem Grill gegart. In kleinen Portionen angerichtet und mit regionalen Salaten gereicht, können Ihre Gäste nach Herzenslust die verschiedensten Zubereitungsarten genießen. So kann das Grillgut scharf, aber auch süß-sauer oder pikant mariniert werden. Chilli und Kokosmilch und Curry geben den in Indien typischen Geschmack, Marinaden aus Öl, Knoblauch und Lemongras zaubern das in Korea beliebte Aroma an Ihre Speisen.

Zum Grillen in Asien wird typischerweise Bier getrunken. Wussten Sie, dass viele asiatische Völker, wie etwa die Japaner oder auch die Chinesen pro Kopf ebenso viel Bier trinken, wie wir Deutschen? Die typischen, teilweise aus Reis gewonnenen Biere finden Sie im Asiamarkt, doch auch deutsches Bier (in Asien sehr beliebt) ist durchaus typisch. Natürlich werden auch Fleischspeisen gern in gewürztem Bier eingelegt.

In allen Ländern Asiens wird gegrillt. So können Sie Ihre Gäste mit Speisen aus verschiedenen Ländern des Größten der Kontinente verwöhnen, oder auch landestypische Speisen anbieten. Wie wäre es mit einer Vorspeise aus China, etwa Wan Tans mit Dip, Hauptspeisen aus Indien, hier bieten sich Tikkas an, und einer Nachspeise aus Thailand, etwa die mit Honig bestrichene, gegrillte Banane? Bedingt durch die vielen, teils sehr unterschiedlichen Landesküchen in Asien, sind Ihrer Fantasie bei einem asiatischen Grillabend keine Grenzen gesetzt.

Grillen in Afrika

Wird in Afrika gegrillt? Aber sicher, Fisch, Fleisch und Gemüse werden mit dem unverzichtbaren Kümmel zu leckeren Gerichten gegrillt. Von den Mittelmeerküsten Nordafrikas bis zum Kap der Guten Hoffnung wird in Afrika mit Begeisterung gegrillt. Hier mischen sich orientalische, afrikanische und europäische Einflüsse zu einem einzigartigen kulinarischen Erlebnis.

In den Landesküchen Tunesiens, Marokkos, Algeriens und Ägyptens spielen Fisch, Gemüse und Fleisch die Hauptrollen. Sie werden gerne zu Kebabs und Spießen zubereitet. Als Gewürze in der nordafrikanischen Küche sind Kreuzkümmel und Kardamon unverzichtbar. Grillen in Afrika bedeutet einen Hauch Orient, Wüste und Weite. Neben den arabischen Einflüssen finden Sie in nordafrikanischen Grillrezepten auch Einflüsse der Ureinwohner, der Berber und der legendären Wüstennomaden, der Tuareg. Als Grillfleisch wird viel Rind und Lamm gereicht. Dies hat sicher mit der mohammedanischen Tradition zu tun.

Grillen in Afrika – der Süden lädt zum Braai

In Südafrika stellt das Grillen einen ganz zentralen Teil der Landesküche. Je nach Gegend lädt dort das Wetter ganzjährig zum Feiern und Speisen im Freien ein. Manche Menschen bezeichnen Südafrika als „ganze Welt in einer Nation“, denn es gibt kaum ein anderes Land, in dem so viele Nationalitäten zusammenleben, die die Republik Südafrika. Das findet sich natürlich auch in der Küche wieder. Das abendliche Braai, ein ausgedehntes Grillfest, gehört zu den festen Bestandteilen im Leben eines Südafrikaners. Gegrillt wird hier pures Fleisch, auf Marinaden wird weitgehend verzichtet. Jedoch werden viele Saucen und Gewürzpasten zum Fleisch angeboten. Auf den Grill kommen: Rind, Schwein aber auch Straußenfleisch oder Wild wie etwa Antilope. Dazu wird Bier getrunken, oder einer der weltberühmten Weine aus der Kap-Region.

Als Beilagen werden Salate angeboten, aber auch Reis, Currys oder Couscous. Gegrillt wird, traditionellerweise, nicht mit Kohle, sondern über glühenden Holzscheiten. In unseren Breiten bieten sich hierfür Holzspäne an, die Sie im Baumarkt erhalten. Grillen in Afrika ist perfekt geeignet, wenn Sie einen Abend am Lagerfeuer gestalten möchten, denn dann haben Sie die optimalen Voraussetzungen. Auf Folien wird dabei weitgehend verzichtet, außer bei Gemüse und Kartoffeln, die in Alufolie oder Bananenblätter gewickelt in der heißen Asche gegart werden.

Eine solche Party bietet sich für große Gruppen an und sicher werden auch Kinder begeistert sein, vom Grillen am Lagerfeuer. Beachten Sie hier bitte die ausgewiesenen Feuerplätze und eventuelle Auflagen durch die Gemeindeverwaltung, manche Feuer müssen angemeldet werden.

Schon das gemeinsame Holzsammeln kann der heitere Einstieg in einen afrikanischen Grillabend sein. Wenn es dann dunkel wird, packt vielleicht so manchen das Fernweh oder schöne Urlaubserinnerungen werden wach, an die Sterne über der Sahara, oder dem Kap der Guten Hoffnung.