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Mit Grillholz grillen

Eine hierzulande noch wenig gebräuchliche Methode ist das Grillen mit Grillholz

Foto: djama - Fotolia.com
Grillholz lagern?

Was in südlichen Ländern durchaus üblich ist, hat sich hier bei uns (noch) nicht durchgesetzt- Das Grillen mit Grillholz. Hierbei wird Holz als Brennmaterial verwendet. Man wartet bis das Holz so weit heruntergebrannt ist, das keine Flammen mehr sichtbar sind und man nur mehr die Glut sieht. Mit dieser Glut läßt sich sehr schön grillen. Man braucht aber einen geeigneten Griller dazu, weil beim Verbrennen des Holzes sehr hohe Temperaturen entstehen. Außerdem benötigt man Platz für das Verbrennen vom Holz und für das Grillen. Das diese beiden Plätze nicht zu nahe beieinander sein dürfen versteht sich von selbst.

Man darf auch nicht vergessen, dass das Grillholz irgendwo gelagert werden muss. Wichtig ist, eine trockene Lagerung, denn nasses Holz raucht sehr stark und eignet sich nicht zum Grillen. Auch für das Räuchern ist Holz nötig, darf aber ebenfalls nicht zu nass sein, obwohl hier der Rauch ja erwünscht ist. Eine maximale Restfeuchtigkeit von 20 % darf noch vorhanden sein, damit sich eine feine Glut entwickeln kann. Für die Holzlagerung wählen sie einen trockenen und gut gelüfteten Ort (bzw. Unterstand). Das Holz darf keinen direkten Bodenkontakt haben, die Luft muss zwischen dem Holz zirkulieren können, damit Fäulnis verhindert wird. Grillholz kann aber ebenso in einer Gitterbox oder einem Gitterkorb aufbewahrt werden. Gitterboxen haben zumeist einen starken und langlebigen Stahlrahmen und eignen sich hervorragend für die Lagerung von Holz. Lagern Sie Ihr Holz aber nicht länger als zwei bis drei Jahre. Holz verliert nach zu langer Lagerung wieder an Heizwert bzw. Qualität. Das 10 Jahre getrocknete hochqualitative Brennholz ist ein hartnäckiger Mythos.

Das Team vom Grillportal war vor einiger Zeit bei einem Grillfest zugegen, bei dem auf diese Art ein Spanferkel ohne Griller gegrillt wurde. Es gab eine Feuerstelle am Boden, in der das Holz verbrannt wurde und eine zweite Feuerstelle, über der das Spanferkel an einem Holzspieß hing. Sobald das Holz heruntergebrannt war, wurden die glühenden Holzreste auf die zweite Feuerstelle geschaufelt und neues Holz in der ersten Feuerstelle angezündet.

Das Grillen auf diese Art und Weise war sehr anstrengend, da es ca. 8 Stunden dauerte, bis das Spanferkel gar war und während der ganzen Zeit mußte glühendes Holz vorbereitet und geschaufelt werden. Außerdem mußte der Holzspieß während der ganzen Zeit händisch gedreht werden.

Ein Glück, das so viele Grillbegeisterte anwesend waren...

Das Ergebnis konnte sich aber sehen lassen und nicht nur das Erlebnis mit Holz ein Spanferkel zu grillen war einzigartig, sondern auch der Geschmack begeisterte uns.